FIFA-Museum präsentiert „211“: eine globale Gemeinschaftsausstellung zum Erbe und zur Kultur des Fussballs

Die Ankündigung bildet den Abschluss der zweiten internationalen FIFA-Museumskonferenz mit Vertretern aus über 60 Ländern.

Das FIFA-Museum wird mit „211“ erstmals eine Gemeinschaftsausstellung realisieren, zu der alle 211 FIFA-Mitgliedsverbände weltweit ihre eigenen Objekte, Anekdoten und Geschichten beitragen können und die so ein Mosaik der globalen Fussballkultur zeichnet.

Getreu der FIFA-Vision eines wirklich globalen Fussballs setzt das FIFA-Museum alles daran, die 211 FIFA-Mitgliedsverbände und deren Gemeinschaften im Museum in Zürich besser abzubilden und ihnen zusätzliche Möglichkeiten zu bieten, ihre so unterschiedliche und einzigartige Fussballkultur darzustellen und zu präsentieren.

Mit verschiedenen Objekten, Videos sowie interaktiven und digitalen Inhalten veranschaulicht die Ausstellung „211“, die vor der nächsten FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ ihre Tore öffnen wird, die enorme Dimension und die Vielfalt der Fussballkultur und macht deutlich, wie die Fans diese prägen und erleben. Gezeigt wird ebenfalls, wie der Fussball mit seiner Magie sämtliche Grenzen - ob geografisch, sozial, politisch, gesellschaftlich oder geschlechterbezogen - überwindet und über die gemeinsamen Werte hinausgeht, die sein riesiges internationales Ökosystem zusammenhalten.

Zum Auftakt dieses Gemeinschaftsprojekts wird das FIFA-Museum jeden FIFA-Mitgliedsverband bitten, ein Objekt auszuwählen, das seine einzigartige Fussballkultur wiedergibt. Gesucht werden faszinierende Objekte sowohl aus dem Männer- als auch aus dem Frauenfussball, die an die Magie des Spiels, die Begeisterung der Fans oder einen unvergesslichen Moment erinnern.

Der Bekanntgabe der Ausstellung ging eine zweitägige virtuelle Konferenz des FIFA-Museums voraus, an der erstmals Vertreter von über 60 FIFA-Mitgliedsverbänden gemeinsam erörterten, wie das Erbe und die Kultur des Fussballs weiterentwickelt werden können. Die zweite internationale FIFA-Museumskonferenz mit Vertretern aller Kontinente machte deutlich, dass der Fussball ein globales Phänomen ist und das reichhaltige Erbe des Fussballs dokumentiert, bewahrt und gewürdigt werden muss.

Marco Fazzone, Geschäftsführer des FIFA-Museums, sagte: „Wir freuen uns auf ,211‘ und die Zusammenarbeit mit allen FIFA-Mitgliedsverbänden bei dieser wichtigen Ausstellung über Fussballkultur. Mit faszinierenden Objekten können wir hoffentlich zeigen, wie der Fussball rund um die Welt aussieht und wie sehr er die Menschen begeistert, und jeden Verband mit besonderen und einzigartigen Stücken und Geschichten ins Rampenlicht rücken. Mit der zweiten internationalen FIFA-Museumskonferenz sowie der Ausstellung ,211‘ möchten wir ein globales Netzwerk für Kultur und Kulturerbe aufbauen, damit wir die Magie des Fussballs weltweit teilen können.“

Die internationale FIFA-Museumskonferenz, die 2020 auf Initiative von Marco Fazzone erstmals stattfand, bietet dem Fussball- und dem Museumssektor jährlich ein einzigartiges Forum zur Beziehungspflege, zum Wissensaustausch, zur gegenseitigen Unterstützung sowie zur Thematisierung der Chancen und Herausforderungen von Fussballinstitutionen. 2020 nahmen neun Direktoren nationaler Fussballmuseen und Kulturprogramme teil, die mit FIFA-Mitgliedsverbänden verbunden sind, die die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ oder die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ schon mindestens einmal gewonnen haben. Dieses Jahr waren alle 211 Mitgliedsverbände zur Konferenz eingeladen. Vertreten waren schliesslich zahlreiche nationale Museen und Experten in den Bereichen Kulturerbe, Geschichte, Kultur, Bildung, soziale Verantwortung, Vielfalt, Vermächtnis und Nachhaltigkeit.

Die diesjährige Konferenz konnte mit hochrangigen Gastrednern aufwarten, wie Matthew Spiteri Gonzi (Geschäftsdirektor des maltesischen Fussballverbands), der von der Entwicklung seines Verbands und dem Aufbau eines eigenen nationalen Fussballmuseums erzählte. Angelita Teo (Direktorin der Olympiastiftung für Kultur und Kulturerbe) erläuterte u. a. den kulturellen Wert von Sportmuseen sowie die Bedeutung innovativer Partnerschaften und Netzwerke im Bestreben, die olympischen Werte und das olympische Kulturerbe einem breiteren Publikum näherzubringen.

Burçak Madran (ICOM/ICMAH-Präsidentin) und Markus Leuthard (stellvertretender Direktor des Schweizerischen Nationalmuseums) referierten über museale Verfahren und Ansätze, einschliesslich der Pflege, des Erhalts und der Verwaltung von Beständen, ehe Kati Price (Leiterin digitale Medien des Victoria and Albert Museum) die Chancen neuer Technologien und der digitalen Zukunft von Museen veranschaulichte.

Die zweite internationale FIFA-Museumskonferenz ist ein wichtiger Schritt beim Aufbau einer fortlaufenden Zusammenarbeit sowie eines Netzwerks zum weltweiten Schutz der Kultur und des Erbes des Fussballs, über das das FIFA-Museum, die FIFA-Mitgliedsverbände und deren nationale Museen weiterhin Wissen austauschen und gemeinsame Initiativen wie die Ausstellung „211“ realisieren können. Um den Schwung aufrechtzuerhalten, hat das FIFA-Museum auch eine digitale Plattform lanciert, auf der sich die Teilnehmer vernetzen und für ihre kulturelle Arbeit auf verschiedene digitale Ressourcen und Workshops zurückgreifen können.