Harry Kane über seine Mitarbeit an "The Making of a Footballer": "Ein unglaubliches Gefühl"

Die Sonderausstellung des FIFA Museums "The Making of a Footballer", die die Geschichten von aufstrebenden jungen Talenten zu legendären Spielern anhand einer fesselnden Sammlung von Fotografien dokumentiert, zieht seit rund sechs Wochen das Publikum in Zürich in den Bann. Einer der insgesamt über 20 Protagonisten der Ausstellung ist Englands Rekordtorschütze Harry Kane.

Im Interview gibt der Angreifer persönliche Einblicke und erzählt von den Hindernissen, die er in seiner Karriere überwinden musste.

Sie sind neben einigen der grössten Fussballer aller Zeiten wie Pelé, Paolo Maldini oder Iker Casillas in der Ausstellung„The Making of a Footballer: Photographs of Youthful Dreams zu sehen. Was bedeutet es für Sie, Teil dieser Ausstellung zu sein?

Harry Kane: Es ist eine unglaubliche Ehre und ein grossartiges Gefühl. Es ist eine Anerkennung für die harte Arbeit und die Hingabe, die ich diesem Sport gegeben habe. Aber noch wichtiger ist, dass es eine grosse Motivationsquelle ist. Englands Torschützenkönig zu werden, ist ein Traum, den ich mir als Kind, während ich im Park mit dem Ball spielte, nie zu träumen gewagt hätte. Diese Ausstellung ist eine Chance, unsere Liebe für diesen Sport zu teilen und die nächste Generation zu inspirieren. Es ist ein Privileg, ein Teil davon zu sein.

Wenn Sie an Ihren Kindheitstraum denken, Profifussballer zu werden, was waren die grössten Herausforderungen auf Ihrem Weg, und wie haben Sie diese gemeistert?

Harry Kane: Zu Beginn meiner Karriere hatte ich bereits das Gefühl, dass ich bereit war, auf hohem Niveau zu spielen und mich durchzusetzen. Aber so einfach war es nicht. Mein Vater riet mir, noch härter zu arbeiten und daran habe ich mich gehalten. Das alles war Teil meiner fussballerischen Reise, die mich dahin geführt hat, wo ich heute bin.

Die unglaubliche Unterstützung meiner Familie, meinen Mannschaftskameraden, den Trainern und den tollen Fans war entscheidend. Sie haben mich immer wieder angespornt, mich zu verbessern, niemals aufzugeben und meine Ziele weiter zu verfolgen.

Die vier Säulen der Entwicklung von Arsène Wenger (Technik, Physis, Taktik und Mentalität) sind ein Kernelement der Ausstellung, die zudem die Bedeutung von Durchhaltevermögen und Entschlossenheit unterstreicht. Können Sie ein persönliches Mantra nennen, das Sie auf Ihrem Weg zum Fussballprofi begleitet hat?

Harry Kane: Die wichtigsten Elemente für mich sind harte Arbeit, Selbstvertrauen und Hingabe. Der Beste zu sein, der ich sein kann, und dass ich mich und meine Familie nicht enttäusche. Ich versuche, einen klaren Kopf zu bewahren.

Ich denke, man muss auch Spass am Fussball haben. Wenn man nicht lächelt, wird man nicht so gut spielen. Aber es geht auch immer um den Wettbewerb - man muss gewinnen wollen. Ob auf dem Spielfeld oder bei einer Schachpartie mit meinen Mitspielern, ich will immer gewinnen.

Ihre Geschichte wird sicherlich unzählige Besucher inspirieren. Welchen Rat würden Sie denjenigen geben, die hart daran arbeiten, ihre Träume zu verwirklichen, insbesondere wenn sie auf Hindernisse stossen?

Harry Kane: Ich hoffe, dass diese Ausstellung andere dazu inspiriert, ihre Träume mit Leidenschaft und Hingabe zu verfolgen. Es wird Rückschläge geben, es wird harte Zeiten geben, aber wenn man an sich selbst glaubt, ist alles möglich.

Die von Ihnen kürzlich gegründete Harry Kane Foundation konzentriert sich darauf die Einstellung unserer Generation zur psychischen Gesundheit zu verändern. Wie steht Ihr persönlicher Weg im Zusammenhang mit der Mission der Stiftung?

Harry Kane: Das langfristige Ziel ist es, das Bewusstsein einer ganzen Generation über psychische Gesundheit zu verändern. Ich habe den Druck im Profisport erlebt. Psychisches Wohlbefinden ist für Spitzenleistungen genauso wichtig wie körperliche Fitness.

Auch bei mir gab es herausfordernde Momente und Rückschläge. Deshalb ermutigt meine Stiftung Menschen, sich positive Gewohnheiten anzueignen, die ihre mentale Widerstandsfähigkeit und ihr emotionales Wohlbefinden stärken. Wir wollen ebenfalls dem Stigma entgegentreten, das Gespräche über psychische Gesundheit umgibt. Indem wir zeigen, dass jeder mit Herausforderungen konfrontiert ist und dass es ein Zeichen von Stärke ist, Hilfe zu suchen, können wir eine offenere und akzeptierende Generation schaffen.

Besuchen Sie das FIFA-Museum und schauen Sie sich die Ausstellung "The Making of a Footballer: Photographs of Youthful Dreams" an.

 

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