13. Oktober 2023 - 1. April 2024 | Zürich, Schweiz

„Designing the Beautiful Game“ - eine Zusammen­arbeit mit dem „the Design Museum“ in London

„Designing the Beautiful Game“

Fussball ist der populärste Sport der Welt. Der Fussball hat eine einzigartige Stellung in unserer Kultur, indem er bestimmt, wie wir unsere Zeit verbringen, uns anziehen und uns mit unserer Gemeinschaft identifizieren. Alle vier Jahre beeinflusst der Fussball sogar unser Nationalbewusstsein, wenn seine fünf Milliarden Fans seine globalen Wettbewerbe verfolgen. Er dirigiert – und prägt – das Leben so vieler Menschen.

Der Fussball gehört zum Alltag. Hinter diesem simplen Spiel verbirgt sich aber eine komplexe Industrie, die dank enormem Fachwissen die technischen und emotionalen Grenzen dieses Sports auslotet. Diese Ausstellung beleuchtet die Menschen und Verfahren, die den Fussball zu dem gemacht haben, was er heute ist. Sie stellt Designer, Fans und Architekten vor, die den Fussball von seinen Anfängen als Amateursport bis zu seiner enormen Professionalisierung geprägt haben – als Sport, aber auch als Spektakel. Dies ist die Designgeschichte hinter einem globalen Phänomen.

„Designing the Beautiful Game“ ist in Zusammenarbeit mit dem the Design Museum London entstanden.

Aktivitäten

Interaktionen zur Sonderausstellung

Bei den Interaktionen bringen die Communicators des Museums den Besuchenden die Inhalte der Sonderausstellung auf Augenhöhe näher und teilen Hintergrundinformationen. Die Besuchenden können selbst kreativ werden und an einem kleinen Stadion-Modell bauen oder ein eigenes Trikotdesign gestalten.

Mittwochs von 14:00 -16:00 Uhr und jeden 2. und 4. Samstag im Monat, von 13:00 - 15:30 Uhr im Lab (1. Stock) gegenüber vom Eingang zur Sonderausstellung.

Workshops für Schulklassen

Im Workshop «Schlafende Riesen – Was schlummert in einem Fussballstadion?» verschaffen sich die Schüler:innen Zugang zur Gestaltung und Nutzung von Stadien und planen in Kleingruppen ein eigenes Stadionprojekt.

Die Workshops sind geeignet für Schulklassen ab der 6. Klasse.

Leistung

Wie alle professionellen Sportarten strebt auch der Fussball stets nach Optimierung. So entwickelt die Industrie laufend neue Tools, damit die Teams länger, schneller und beständiger spielen können, etwa extraleichte Schuhe, aerodynamische Bälle, stossabsorbierende Spielfelder oder Erholungsprogramme. Die Entwicklung dieser Hilfsmittel geht mit der rasanten Professionalisierung des Fussballs einher und zeigt die stetig wachsenden Ressourcen, die in die Ausbildung von Spitzenspielern fliessen.

Identität

Im organisierten Fussball müssen die Teams einfach zu identifizieren sein. Dies ist nicht nur für die Spieler wichtig, sondern auch für die Zuschauer. So könnte ein Team beispielsweise in Blau und das andere in Rot gekleidet sein. Was als praktische Lösung beginnt, entwickelt sich zu einer unglaublich reichen und vielfältigen Welt der Fussballgrafik. Vereine und Fans entwickeln kreative Wege, um sich und ihre Gemeinschaften durch visuelle Zeichen auszudrücken.

Zuschauer

Fussballstadien sind hochtechnisierten Bauwerke die so konzipiert sind, dass grosse Menschenströme effizient, sicher und schnell gelenkt werden. Die Anforderungen an ein Stadion sind nicht nur praktischer Natur. Viele Fans setzen den Besuch eines Fussballspiels mit einer religiösen Erfahrung gleich, weshalb Stadien häufig mit Kathedralen oder Tempeln verglichen werden. Mit riesigen grafischen Darstellungen, Choreografien, rhythmischem Klatschen und Gesängen machen sich die Fans das Stadion zu eigen.

Highlights der Ausstellung

 

 

Auswahl der Kuratorin

Sky Blue

Die 1970er-Jahre gelten oft als goldenes Zeitalter der Gestaltung von Stadionzeitungen, die umfangreicher werden und verspielte Layouts sowie kühne typografische Experimente aufweisen. Die Arbeit des britischen Designers John Elvin für die Stadionzeitung „Sky Blue“ von Coventry City steht sinnbildlich für diesen neuen Ansatz. Elvin verwandelt „Sky Blue“ in ein vollwertiges Magazin, das die Fans als Andenken aufbewahren. Sein einzigartiger Stil mit gewagter Typografie und kontrastreicher Bildsprache wird 1972 bei den ersten Design & Art Direction Awards ausgezeichnet.

„Inside adidas“

Alastair Philip Wiper

Der britische Künstler Alastair Philip Wiper hat dokumentiert, wie in der Forschungsabteilung am adidas-Hauptsitz in Herzogenaurach (Deutschland) neue Materialien und Konzepte von Maschinen getestet werden. Dieses Foto aus seiner Serie „Inside adidas“ zeigt die Prüfung von Fussballschuhen im Future Sports Science Lab von adidas. Für die Fotoserie besucht er auch die Speedfactory in Bayern und eine Fabrik in Indonesien, um einen Einblick in die Fabriken zu bieten, die täglich Zehntausende von Produkten herstellen.

Liverpool-Gedenkbanner

Peter Carney

Der Liverpool-Fan Peter Carney entwirft Banner für „The Kop“, die berühmte, den Heimfans vorbehalte Tribüne im Anfield-Stadion. Neben Hommagen an Spieler, Trainer und denkwürdige Siege rufen einige von Carneys bedeutendsten Werken die Katastrophe im Hillsborough-Stadion in Erinnerung. Während des FA-Cup-Halbfinales 1989 im Stadion von Sheffield Wednesday kommen bei einer Massenpanik 97 Liverpool-Fans ums Leben. Carney überlebt und ist später einer der Hauptakteure im Kampf der Fans für Gerechtigkeit. Die beiden Banner, die er in der Woche nach der Tragödie bzw. zum 20. Jahrestag der Katastrophe entwirft, sind ein bleibendes Andenken an die Opfer.

„Posts“

Neville Gabie

„Posts“ ist ein Gesamtwerk des Südafrikaners Neville Gabie, das seit 25 Jahren laufend erweitert wird. Diese Serie von Fussballfotografien ohne jegliche Handlung ist ein Spiegelbild unserer universellen Sehnsucht, überall zu spielen. Gabie sagte über das Projekt: „Diese Torpfosten verkörpern auf sehr minimalistische Weise unsere Träume und Fantasien sowie die Einzigartigkeit des ‚Ortes‘ in einer Sprache, die überall verstanden wird.“

Trikots: Legendäre Nummern und Designs

 

 

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