Arsène Wenger: «Je besser die Talentförderung, desto besser werden die Ergebnisse im Profibereich»

© FIFA
© FIFA

Zur vierten Ausgabe unseres Talkformats begrüsste Gastgeber Pascal Zuberbühler Ex-Arsenal Trainer Arsène Wenger und sprach mit ihm über seine lange Karriere und seine Rolle bei der FIFA.

Auch wenn er seit drei Jahren nicht mehr aktiv als Trainer ist, elektrisiert der Name Arsène Wenger immer noch die Fussball-Fans. So auch im FIFA Museum gestern Abend. Wenger war unser Ehrengast in der vierten Ausgabe des von FIFA Museum Botschafter Pascal Zuberbühler moderierten Talks und im Publikum waren diverse Trikots von Wengers altem Club Arsenal FC zu sehen. Im Anschluss an den Talk standen die Fans Schlange, um ein Foto und ein Autogramm vom legendären Trainer zu ergattern.

Im Gespräch mit Zuberbühler erzählte Wenger zuerst über seine Karriere als Spieler und Trainer, die ihn von den Niederungen des französischen Amateurfussballs bis zum ungeschlagenen Double-Sieger in England und ins Champions League Finale führte. Überraschend für die meisten Zuschauer war Wengers Aussage, dass er bis ins Alter von 19 Jahren eigentlich nie einen richtigen Trainer gehabt hätte. Angesprochen auf das Geheimnis seines Erfolgs sagte Wenger: «Das Geheimnis auf Top-Niveau ist es, die Spieler davon zu überzeugen den Methoden des Trainers zu folgen. Dann kann er sie noch besser machen».

Im zweiten Teil des Talks sprachen Wenger und Zuberbühler dann über Wengers Aufgabe bei der FIFA als Direktor für globale Fussballförderung. Eines der wichtigsten Ziele dieser Aufgabe sei es, jedem Talent eine echte Chance zu geben. Dafür sei die weltweite Verbesserung der Jugend- und Nachwuchsarbeit entscheidend, denn hier gebe es noch grosse Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern der FIFA. Die Talentförderung steht bei Wenger besonders im Fokus, denn «je besser die Talentförderung, desto besser werden die Ergebnisse im Profibereich».

Bevor der Abend bei einem Apéro ausklang, konnten die Zuschauer noch Fragen stellen. Dabei erklärte Wenger dann auch mit einem Schmunzeln, warum er im Sommer nicht Schweizer Nationaltrainer geworden war. Er habe zwar Schweizer Vorfahren, aber diese wären schon im Mittelalter aus der Schweiz ins Elsass ausgewandert. Deshalb sei er am Ende einfach nicht Schweizer genug.

Dies war der letzte Talk mit Gastgeber Pascal Zuberbühler in diesem Jahr. Der FIFA Museumsbotschafter wird nächstes Jahr mit neuen Gästen und neuen Themen zurückkehren.