Alireza Faghani: „Trotz aller Neuerungen bei unserer Ausrüstung müssen wir körperlich und mental bereit sein für grosse Spiele.“
Ein Schwerpunkt der Sonderausstellung „Innovation in Action“ sind die Innovationen im Schiedsrichterwesen. FIFA-Schiedsrichter Alireza Faghani hat den Wandel hautnah miterlebt. Teile seiner Ausrüstung ist sind jetzt im FIFA Museum in Zürich ausgestellt.
Die Sonderausstellung des FIFA Museums „Innovation in Action: Fussballtechnologien auf und neben dem Platz“ zeigt, wie moderne Hilfsmittel sämtliche Bereiche des Fussballs revolutionieren.
Die Ausrüstung der Unparteiischen, die einst nur aus Pfeife, Karten und Notizbuch bestand, umfasst heute hochtechnische Hilfsmittel zur Förderung der Kommunikation, Präzision und Fairness. In der Sonderausstellung sind diese Geräte nicht nur Exponate, sondern Zeitzeugen grosser Innovationen im Schiedsrichterwesen.
Die Geschichte von Alireza Faghani liefert ein anschauliches Beispiel für diesen technologischen Wandel. Der erfahrene 47-jährige Schiedsrichter wanderte 2019 aus familiären Gründen vom Iran nach Australien aus und gehört heute zu den renommiertesten Spieloffiziellen im Weltfussball. Faghani, der seit 2008 FIFA-Schiedsrichter ist, legte einen rasanten Aufstieg hin. Er leitete hochkarätige Spiele in der AFC Champions League, das Finale des Asien-Pokals 2015 und das Endspiel des Olympischen Fussballturniers der Männer 2016 in Rio de Janeiro. Dank seinen Leistungen wurde er zweimal als Asiens Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet.

Faghanis Karriere war geprägt von einer rasanten technologischen Entwicklung. Als er bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland und 2022 in Katar vier bzw. zwei Spiele pfiff, gehörten Schiedsrichter-Kommunikationssysteme, fortschrittliche Ortungstools und verbesserte Überwachungstechnologien bereits zum Standard. Die Hilfsmittel erforderten neue Gewohnheiten, neue Koordinationsprozesse und ein neues Bewusstsein für das Spieltempo. Mit seiner Anpassungsfähigkeit und seinem klaren Führungsstil war Faghani ein Vorbild für den modernen Schiedsrichter.
Er selbst sagt: „Trotz all dieser Hilfsmittel und Technologien müssen wir körperlich und mental topfit sein, um in den ganz grossen Spielen auf der Weltbühne mithalten zu können.“
Seit 2023 vertritt er den australischen Verband bei Länderspielen. Bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 in den USA leitete er mit seinem Gespann das Eröffnungsspiel, zwei Gruppenspiele, ein Viertelfinale und das Finale zwischen Paris Saint-Germain und Chelsea. Seine Ausrüstung, von der einige Teile in der Ausstellung zu sehen sind, veranschaulicht die Verbindung zwischen menschlichem Know-how und technischem Fortschritt. Jedes Objekt spiegelt die Anforderungen an Spitzenschiedsrichter wider: schnelle Kommunikation, Präzision unter strengster Beobachtung und die Verantwortung, trotz Technologie Mensch zu bleiben.
Die Ausstellung und Faghanis Karriere erzählen eine gemeinsame Geschichte. Die Technologie entwickelt sich ständig weiter, während sich die Schiedsrichter ständig anpassen müssen. Und so bewegt sich der Fussball vorwärts – weil beide weiterhin Hand in Hand arbeiten.
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